Ejaculatio Praecox Ursachen

 Für die meisten, betroffenen Männer ist es ein regelrechtes Leiden, mit dem sie sich herumplagen. Es geht um den aus Sicht der meisten Betroffenen größten Faux-Pas bei der schönsten Nebensache der Welt – und wir reden nicht vom Fußball. Es geht um den vorzeitigen Orgasmus bzw. – Samenerguss. Der Mediziner nennt ihn Ejaculatio Praecox.

Latenzzeit

Hierbei handelt es sich schlicht und ergreifend um ein zu frühes Ejakulieren, bevor der sexuelle Akt im eigentlichen Sinne bzw. in einer nach Verständnis der meisten Menschen gewissen Vollständigkeit, zu Ende geführt ist. Der Mediziner definiert den vorzeitigen Samenerguss sogar mittels zeitlicher Richtlinien und spricht von dieser so genannten Latenzzeit, wenn der Mann in 75% seiner Geschlechtsakte den vorzeitigen Orgasmus binnen maximal einer Minute nach Penetrationsbeginn in die weibliche Scheide, erleidet.

Kranke Seele

Gründe derer gibt es viele und sie sind auch ebenso vielfältig.
In der Mehrzahl sind die Ursachen psychischer Natur. Hier muss in der Regel mittels psychologischer Unterstützung die Seele des Mannes individuell durchforstet werden.
Die Kausalität für den vorschnellen Samenerguss liegt demnach im Umfeld des Mannes- bzw. und/ oder seiner Vorgeschichte begründet. Oft generiert eine seelische Unbalance das zu schnelle Ejakulieren, etwa hervorgerufen durch Partnerschaftsprobleme oder einfach, wenn der Mann sehr jung oder gar noch in der Pubertät ist, durch sexuelle Unerfahrenheit. Beide Faktoren lösen oft Versagungsängste beim Mann aus.

Misshandlung in der Kindheit

Kompliziert wird es, wenn die Problemherkunft im Bereich der frühkindlichen oder adolesken Pädophilie zu suchen ist. Der Therapeut ist hier ganz besonders auf die Mithilfe des Patienten angewiesen, dessen sich Öffnen seiner Intimsphäre ist in diesem Fall unabdingbar. Dies gestaltet sich aber schwierig, da der Ejaculatio Praecox immer noch ein Tabuthema ist, über das selten gesprochen wird oder aber selten sachlich-seriös besprochen wird. Und selbst nach erfolgreichem Befund aus der hervorgekramten Vergangenheit steht mit der Aufarbeitung der kindlichen Extremproblematik noch der langwierigere und komplexere Part der Therapie bevor.
Anatomische Ursachen
Nicht ganz so häufig, aber dennoch genauso ernst zu nehmender Ursachenblock ist der anatomische Sektor. Der Betroffene trägt hier zwar wirklich keinerlei Schuld für die vorzeitige Ejakulation, leidet aber deshalb nicht weniger unter dieser Störung.
Doch auch hier sind die Gründe vielschichtig. Nicht selten ist es beispielsweise die erektile Dysfunktion, die ein zu schnelles Samenergießen beeinflusst. Hier steht das zu schnelle Ejakulieren in Verbindung mit einer nachlassenden Erektion. Sie zeigt aber auch exemplarisch, dass psychische und anatomische Ursachen bei diesem Thema manchmal nur schwer oder gar nicht zu separieren sind.
Behandelbar ist dies- neben therapeutischer Hilfe häufig mit Medikamenten, in mit weniger Leidensdruck behafteten Fällen auch in Eigenregie mittels mechanischer Hilfsmittel wie Vakuumpumpen oder Penisring.

Botenstoffe

Es sind auch nicht wenige Wissenschaftler, die oftmals den Grund für Ejaculatio Praecox in einer neurophysiologischen Störung sehen. Hierbei vermuten sie ein Ungleichgewicht beim Botenstofftransport. Das Gehirn schüttet demnach zu viel oder zu wenig dieser Botenstoffe aus, zum Beispiel Serotonin, Testosteron oder Dopamin.
Ein Behandeln mit dem zusätzlichen medikamentösen Hinzuführen der fehlenden Dosen ist mittlerweile möglich, wird aber noch nicht flächendeckend als allgemein anerkanntes Therapiemittel eingesetzt. Die vorhergehende Nachweisanalyse ist hier noch sehr kompliziert und erschwert die ohnehin schon von hoher Filigranheit bestimmte Präzision der Dosierung.

Vorzeitiges Ejakulieren durch Harnwegserkrankungen

Etwas größere Chancen hat ein Patient, bei dem beispielsweise eine Harnwegserkrankung die Ergusslänge beeinträchtigt. Die Pharmaforschung hat diesen Krankheitszweig mittlerweile sehr eindringlich und umfangreich erforscht und stellt für den Markt ein sehr weites Spektrum an Medikamenten zur Verfügung. in schwerwiegenden Fällen hilft ultimativ auch eine Striktur. Diese spezielle Operationsmethode zeichnet sich durch Eingriffe in Harnröhre und Samenleiter aus. Für die Ärzte stellt eine Striktur nunmehr ein Routineeingriff dar.

Medikament oder Striktur

Ejaculatio PraecoxAus wirtschaftlichen Gründen und weil die Genesungsphase für den Patienten über zwei bis vier Wochen nicht schmerzfrei sowie mit sexueller Enthaltsamkeit abgeht, wird dennoch der Behandlung per Medikament zunächst immer der Vorzug gegeben.